Museum findet Stadt 2021/22

Im Rahmen des Projekts RuhrKunstUrban der RuhrKunstMuseen hat das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl für zwei Projekte mit der Willy-Brandt-Gesamtschule und dem Jugend- und Kulturzentrum Hagenbusch kooperiert. Die Schülerinnen und Schüler haben im Verlauf des Projekts zunächst das Museum und seine Aufgaben kennengelernt und die Kunst im öffentlichen Raum erkundet. Wer arbeitet in einem Museum und was wird dort gemacht? Was kann alles Kunst sein? Warum ist sie im öffentlichen Raum?

Im Jugend- und Kulturzentrum Hagenbusch hatten die Klassen 8D und 8E mehrere Wochen Zeit, um unterschiedliche Techniken der Street Art zu erproben. Es wurde gehäkelt, gestrickt, gefaltet und geklebt. Nach mehreren Ortsbegehungen wurde sich pro Klasse für einen Ort im öffentlichen Raum entschieden. Skizzen zu den Projektvorhaben wurden erstellt. Außerdem konnten Lichtgraffiti und sogar richtiges Graffiti auf der Garagenwand des Hagenbusch ausprobiert werden. Die 8D hat hierbei Unterstützung von einem Graffiti-Künstler erhalten. Zum Abschluss haben die Klassen jeweils ein eigenes, künstlerisches Projekt im öffentlichen Raum geschaffen:

Die Klasse 8D hat sich an der Schule den Bereich des Parkplatzes ausgesucht, genauer gesagt: Den Übergang zwischen den Schwellen. Laut den Schülerinnen und Schüler fahren die Autos dort trotz der Schwellen oft zu schnell. Für ihre Sicherheit beim Überqueren der Straße, hat sich die Klasse nun einen farbenfrohen, künstlerischen Übergang geschaffen. Für die künstlerische Arbeit waren die Schülerinnen und Schüler hochmotiviert und sind zahlreich erschienen. Mithilfe von Schablonen und ein paar frei Hand gestalten Motiven ist ein Übergang entstanden, der zum Hingucker geworden ist! Allein schon, um die Motive zu betrachten, werden die Autofahrer*innen wohl künftig langsamer fahren müssen.

Die Klasse 8E hat sich ein Rondell in Richtung der Hügelhäuser ausgesucht und sich vorgenommen, diesen sich selbst überlassenen Ort zu verschönern, um dort wieder Aufenthaltsqualität zu schaffen. Hierzu wurde in einigen Arbeitsstunden das Unkraut gezupft und alle Steine der Umrandung gereinigt. Sogar der Hochdruckreiniger war im Einsatz! Die Steine haben alle einen Grundanstrich bekommen und wurden von den Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Farben und Mustern so gestaltet, dass der Ort wieder zum Verweilen einlädt. Auch hierbei blieben die aktuellen Ereignisse in der Welt nicht unberücksichtigt. Auf einem Stein sind die Flaggen von Russland und der Ukraine zu sehen, in der Mitte steht: Frieden!

Das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl freut sich über die gelungenen Projekte! RuhrKunstUrban geht in Marl nun in die zweite Runde. Das Museum kooperiert nun mit der Martin-Buber-Schule Marl für weitere Kunstprojekten im öffentlichen Raum und freut sich, dass auch das Jugend- und Kulturzentrum Hagenbusch wieder als Kooperationspartner mit an Bord ist!